Kostenrechnung (11)

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Wie in den beiden vorherigen Beiträgen wird nachfolgend eine Umlagentechnik vorgestellt, die von Dimensionshierarchien Gebrauch macht. Die hierfür verwendeten Finanzdaten, sowie die verwendete Dimensionshierarchie sind in den nächsten beiden Screenshots dargestellt.

Anders als in den vorherigen Beiträgen wird nun eine sog. Hierarchiezuteilungsbasis für die Umlagen verwendet.

Die hier verwendete Hierarchiezuteilungsbasis definiert, dass die zuvor verwendete Formel – welche die Gesamtkosten einer Kostenstelle berechnet – als Allokationsbasis verwendet wird. Diesmal allerdings für die Umlagen auf die Kostenstellen, welche im Hierarchieknoten ‚DIRECT CC‘ enthalten sind.

Die so definierte Hierarchiezuteilungsbasis wird schließlich in einer Kostenzuteilungsrichtlinie eingebaut und für die Umlage der indirekten Hilfskostenstellen verwendet.

 Die hier vorgestellte Umlagentechnik ähnelt derjenigen, die im siebten Beitrag zum neuen Kostenrechnungsmodul vorgestellt wurde. Der wesentliche Unterschied besteht nun allerdings darin, dass keinerlei Umlagen innerhalt der Hilfskostenstellen durchgeführt werden, weil diese nicht in der Hierarchiezuteilungsbasis enthalten sind.

Wie zuvor dokumentieren die folgenden Screenshots die durchgeführten Umlagen.

Im nächsten Beitrag erweitern wir die hier dargestellte Umlagentechnik auf Fallgestaltungen, die von fixen und variablen Kosten Gebrauch machen. Bis dahin.

Kostenrechnung (10)

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Dieser Beitrag setzt den vorherigen in der Art und Weise fort, dass nun Umlagen erneut basierend auf Hierarchien definiert werden; diesmal allerdings basierend auf mehreren Hierarchieknoten. Der nächste Screenshot stellt die verwendeten Finanzdaten, sowie die einzurichtenden Umlagen überblicksmäßig dar.

Um nun Umlagen basierend auf mehreren Dimensionhierarchieknoten einzurichten, sind im ersten Schritt die Dimensionsknoten einzurichten, sowie die zugehörigen Finanzdimensionen zuzuordnen. Im nächsten Screenshot ist dies beispielhaft dargestellt. Die dort aufgezeigte Dimensionshierarchie beinhaltet die neuen Knoten ‚110 INDIRECT‘, ‚120 INDIRECT‘ und ‚130 INDIRECT‘, welche jeweils eine eigene ‚indirekte‘ Hilfskostenstelle zugeordnet haben.

In Liveanwendungen sind diesen Dimensionsknoten regelmäßig mehrere Kostenobjekte, wie z.B. Kostenstellen zugeordnet.

Sobald die neue Dimensionshierarchie mit den entsprechenden Knoten angelegt wurde, kann die Kostenzuteilungsrichtlinie konfiguriert werden. Im Gegensatz zum vorherigen Beitrag wurden nun alle indirekten Dimensionsknoten für die Spezifikation der Umlagen herangezogen.

Im obenstehenden Beispiel wurde festgelegt, dass alle Kostenstellen bzw. deren Kosten, die dem Knoten ‚110 INDIRECT‘ zugeordnet wurden, gemäß der Anzahl der Mitarbeiter auf die anderen Kostenstellen umgelegt werden.

Gleichlaufend hierzu wurde festgelegt, dass diejenigen Kostenstellen, die dem Knoten ‚120 INDIRECT‘ zugeordnet wurden entsprechend der Anzahl der den Kostenstellen zugeordneten Firmenfahrzeugen umgelegt werden.

Alle Kostenstellen die schließlich dem Knoten ‚130 INDIRECT‘ zugeordnet wurden, werden entsprechend der auf den anderen Kostenstellen aufgelaufenen Gesamtkosten umgelegt, die über die hinterlegte Formel berechnet werden.

 Dieses Beispiel verdeutlicht nochmals sehr schön, dass einmal angelegte Umlagenbasen mehrfach und ohne weiteres Zutun, d.h. Datenimporte o.ä., wieder verwendet werden können.

Wie zuvor, dokumentieren die folgenden Screenshots die erhaltenen Umlagen- und Kostengrößen der verschiedenen Kostenstellen.

Im nächsten Beitrag betrachten wir, wie sog. Hierarchiezuteilungsbasen eingesetzt werden können. Bis dahin.

Kostenrechnung (9)

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Auch in diesem Beitrag werden Umlagen zwischen Hilfs- und Hauptkostenstellen basierend auf den bereits in den vorherigen Beiträgen verwendeten Beispieldaten aufgezeigt.

Im Gegensatz zu den früheren Beiträgen werden die Umlagen nun allerdings unter Zuhilfenahme einer neu eingerichteten Dimensionshierarchie festgelegt. Die erwähnte neue Dimensionshierarchie ist im folgenden Screenshot dargestellt und weist im Gegensatz zu vorher eine Untergliederung in direkte (‚DIRECT CC‘) und indirekte (‚INDIRECT CC‘) Kostenstellen auf.

Anstatt nun wie zuvor die Hilfskostenstellen in der Kostenzuteilungsrichtlinie einzeln aufzuführen, wird nun lediglich der indirekten Kostenstellenknotenpunkt aus der neu eingerichteten Hierarchie ausgewählt, um zu definieren, dass alle zu diesem Knotenpunkt zugehörigen Kostenstellen umgelegt werden.

Als Umlagenbasis wurde aus Vereinfachungs- und Darstellungsgründen die statistische Größe der beschäftigten Mitarbeiter (‚1. EMPL STAT DATA‘) gewählt.

Bitte beachten sie, dass es sich bei der statistischen Umlagenbasis um dieselbe handelt, die in den vorherigen Beiträgen verwendet wurde. Die erneute Nutzung dieser Umlagenbasis bedarf keines weiteren Datenimports, sondern lediglich der im vorherigen Beitrag aufgezeigten Verknüpfung zum sog. Kostenrechnungssachkonto. Zu Einzelheiten, siehe dort.

Die folgenden Screenshots fassen die erhaltenen Kostenumlagewerte wieder wie gewohnt zusammen.

Im nächsten Beitrag betrachten wir, wie eine Vielzahl an Dimensionshierarchieknoten für Umlagenzwecke verwendet werden können. Bis dahin.