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Kategorien-Archiv: Lager

Parallele Lagerbewertung – ein alternativer Ansatz (Teil 1)

05 Sonntag Mär 2017

Posted by Ludwig Reinhard in Hauptbuch, Lager

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Schlagwörter

Einkaufspreisabweichung, Lager, Lagerbewertung, Standardkosten

In einem früheren Beitrag wurde die Problemstellung einer parallelen Lagerbewertung nach unterschiedlichen Bewertungsprinzipien bereits im Detail aufgezeigt.

Während im vorherigen Beitrag im speziellen die russische sog. dual warehouse Funktion im Vordergrund stand und im Detail betrachtet wurde, soll im Rahmen dieses Beitrag ein alternativer Bewertungsansatz vorgestellt werden, der nicht auf landesspezifische Funktionen abstellt, sondern auf allgemein im Standard von Dynamics AX/365 for Operations Funktionen aufbaut.

 

Ausgangssituation:
Der nachfolgend vorgestellte alternative Bewertungsansatz basiert auf der Annahme, dass ein Unternehmen, welches seine Lagerbestände zu Standardkosten bewertet eine auf aktuellen Kosten basierende Lagerbewertung für externe Berichtszwecke benötigt.

Aus Gründen der einfacheren Nachvollziehbarkeit wird der vorgestellte alternative Bewertungsansatz basierend auf den folgenden Beispielbuchungen für einen Handelsartikel dargestellt.

203_0015
(DOM = Day Of the Month)

Die erste Transaktion in der obenstehenden Darstellung repräsentiert eine Bestellung über 50 Stück des Artikels, der zu einem Preis von $110 eingekauft wird. Aufgrund der hinterlegten Standardkosten in Höhe von $100/Stück, ergibt sich aus dieser ersten Bestelltransaktion eine Einkaufspreisabweichung (Purchase Price Variance, PPV) in Höhe von $500.

Die zweite Transaktion stellt ebenfalls eine Bestellung über weitere 150 Stück des Artikels dar, die zu einem Preis von $95 eingekauft werden. Der wesentliche Unterschied zur ersten Bestelltransaktion besteht darin, dass für diese Zweite lediglich der Bestell-Lieferschein, nicht aber die Bestell-Rechnung gebucht wird.

Die dritte und vierte Beispieltransaktion umfassen Lagerkorrekturbuchungen, die zu keinerlei Einkaufspreisabweichung führen.

Im Anschluss an die beiden internen Lagerkorrekturbuchungen wurde erneut eine Bestellung über 250 Stück des Artikels zu einem Preis in Höhe von $105 erfasst, die in ihrer Gesamtheit zu einer Einkaufspreisabweichung in Höhe von $1250 führte.

Nach all den Zugangs- und internen Lagerkorrekturbuchungen wurden schließlich 50 Stück des Artikels verkauft. Aufgrund des hinterlegten Standardkostenpreises von $100/Stück wurde der Lagerwert entsprechend um $5000 reduziert.

Die folgende Übersicht fasst die sich aus den Beispieltransaktionen ergebenden Bilanz- und GuV-Darstellungen zusammen.

203_0020

Aus der obenstehenden Übersicht kann zum einen ein zu Standardkosten bewerteter Lagerbestand in Höhe von $45000, sowie zum anderen eine Einkaufspreisabweichung (PPV) in Höhe von $1000 entnommen werden.

 

Nach der Darstellung dieser Finanzwerte ging ich zunächst daran einmal manuell einen theoretischen auf aktuellen Kosten basierenden Lagerbestandswert zu errechnen, um hierdurch einen Anhaltspunkt bzw. ein Gefühl für den ‚korrekten‘ Lagerwert zu erhalten.

Um dies zu realisieren wurde in einem ersten Schritt – ähnlich wie dies Dynamics AX/365 for Operations macht – vor jeder Abgangsbuchung ein durchschnittlicher Lagerwert bzw. Preis berechnet, mit dem im Anschluss die Abgangsbuchungen bewertet wurden. Die nachfolgende Übersicht stellt diese ‚Rechenübung‘ exemplarisch dar.

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warningsign1 Zu beachten ist bei dieser manuellen Berechnung, dass sich je nach gewählter Durchschnittsberechnungsmethode ein anderer theoretischer Lagerwert ergibt. Wird die Durchschnittspreisberechnung bspw. derart durchgeführt, dass ein einziger Durchschnittspreis für alle Abgangsbuchungen verwendet wird, so ergibt sich ein Lagerwert in Höhe von $45849.06.

 

Diese Unterschiede sind für die nachfolgenden Darstellungen allerdings nur von sekundärer Bedeutung. Von primärer Bedeutung ist hingegen die Erkenntnis, dass die zu Standardkosten bewerteten Abgangswerte einer Anpassung bedürfen.

 

Wie eine solche Anpassung umgesetzt werden kann ist in der folgenden Übersicht dargestellt, die davon ausgeht, dass die gesamte Einkaufspreisabweichung (PPV) in zwei Teile aufgespalten werden kann. Zum einen in einen Teil, der den Lagerzugängen (receipts) zugeordnet werden kann und zum anderen in einen Teil, der den Lagerabgängen (issues) zugeordnet werden kann.

203_0030

Der in der obenstehenden Darstellung aufgezeigte Betrag in Höhe von $868.85, welcher den Zugangsbuchungen (receipts) zugeordnet wurde, kann über eine einfache Dreisatzrechnung ermittelt werden ($868.85 = $1000/($53000+$8000) * $53000).

warningsign1 Im Rahmen dieser Berechnung ist zu beachten, dass sich ein geringfügig anderes Ergebnis einstellt, wenn die internen Zu- und Abgangsbuchungen – die zu keiner Einkaufspreisabweichung führten – aus der Berechnung herausgelassen werden. Die folgende Grafik zeigt die sich alternativ ergebenden anteiligen Einkaufspreisabweichungsbestandteile auf.

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Ausgehend von der zuletzt aufgezeigten Aufspaltung der Einkaufspreisabweichung kann ein auf aktuellen Kosten basierender Lagerwert durch die Zuordnung des auf die Zugänge entfallenden Anteils der Einkaufspreisabweichung ermittelt werden. Diese Zuordnung und der sich insgesamt ergebende Lagerwert sind in der nachfolgenden Übersicht zusammenfassend dargestellt.

203_0040

 

Nachdem von theoretischer Seite die Ableitung eines auf aktuellen Kosten basierenden Lagerwertes dargestellt wurde, stellt sich nun die Frage, wie dieser Bewertungsansatz in Dynamics AX/365 for Operations umgesetzt werden kann.

Diese Frage lässt sich dergestalt beantworten, dass hierfür die im Hauptbuch verfügbaren Allokationsregeln verwendet werden können.

Der folgende Screenshot zeigt die im Rahmen dieses Beitrags verwendete Allokationsregel auf, die von der sog. ‚basis‘ Allokationsmethode Gebrauch macht.

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Das Einkaufspreisabweichungskonto (Nr. 540400) wurde im Rahmen der Einrichtung der Allokationsregel in der Quellmaske hinterlegt.

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warningsign1 An dieser Stelle ist zu beachten, dass die Hinterlegung des Einkaufspreisabweichungskontos 540400 im Zusammenhang mit der Finanzdimension ‘itemgroup’ (Artikelgruppe) erfolgte. Diese Einrichtung führt streng genommen nicht zu einer Einzelbewertung des Artikels, sondern zu einer vereinfachten Gruppenbewertung gleichnamiger ‚trade‘ bzw. Handelsartikel. Aus Sicht des Verfassers lässt sich diese Vereinfachung allerdings mit den geltenden Rechnungslegungs- und Steuervorschriften vereinbaren. Darüber hinaus ist zu beachten, dass Finanzberichte an externe Adressaten regelmäßig nicht einen Einzelausweis aller bestandsgeführten Artikel vorsehen, sondern diese nach unterschiedlichen Gruppen zusammenfassen.

 

Um die Einrichtung der Allokationsregel fortzusetzen ist des Weiteren die Hinterlegung eines Verteilungskontos für die Einkaufspreisabweichung erforderlich. Bei dieser Hinterlegung ist darauf zu achten, dass nicht das originäre Einkaufspreisabweichungskonto hinterlegt wird.

203_0055

 

Im letzten Einrichtungsschritt, sind schließlich die sog. Zielbeziehungen zu definieren, die im Beispielfall so vorgenommen wurden, dass eine verhältnismäßige Aufteilung der gesamten Einkaufspreisabweichung entsprechend den durchgeführten Zu- und Abgangsbuchungen erfolgte. Die beiden folgenden Screenshots fassen die hierfür vorgenommenen Einstellungen nochmals zusammen.

203_0060 203_0065

Im Rahmen des letzten Einrichtungsschrittes ist zu beachten, dass der den Zugängen zugeordnete Teil der Einkaufspreisabweichung auf ein Bilanzkonto (Nr. 140499) gebucht wird. Der den Abgängen zugeordnete Teil der Einkaufspreisabweichung verbleibt hingegen in der GuV – im Beispiel auf dem Konto 540401.

Wird die derart eingerichtete Allokationsregel schließlich aktiviert und verarbeitet, so erstellt Dynamics AX/365 for Operations ein Allokationsjournal mit folgendem Inhalt:

203_0070

Die folgende Finanzdarstellung stellt die sich aus der durchgeführten Allokationsbuchung resultierenden Bilanz- und GuV-Darstellungen nochmals zusammenfassend dar.

203_0075

 

Beurteilung:
Der im Rahmen dieses Beitrags vorgestellte parallele Bewertungsansatz setzt voraus, dass alle Artikel mit einer Finanzdimension für die dem Artikel zugeordnete Artikelgruppe bzw. Artikelnummer eingerichtet wurden. Darüber hinaus ist es erforderlich unterschiedliche Sachkonten für die Zugangs- und Abgangskonten zu verwenden.

Abgesehen von diesen Einrichtungsgesichtspunkten ergeben sich aus der Anwendung der dargestellten Bewertungsmethode die folgenden Nachteile:

  1. Zum einen, dass der zu aktuellen Kosten bewertete Lagerbestand lediglich im Hauptbuch identifiziert werden kann und
  2. Zum anderen, dass der hier dargestellte Bewertungsansatz die Nutzung von Standardkosten voraussetzt.

Trotz dieser Nachteile erscheint der hier dargestellte Ansatz besser geeignet zu sein als alternative Vorgehensweisen denen der Verfasser im Laufe der Vergangenheit begegnet ist, wie z.B. die Entwicklung gesonderter de facto nicht nachvollziehbarer Lagerberichtsauswertungen, die als Grundlage für die Durchführung von Anpassungsbuchungen im Hauptbuch verwendet werden oder die Durchführung ‚kreativer‘ Excelberechnungen, um einen wie auch immer gearteten auf aktuellen Kosten basierenden Lagerwert zu ermitteln. Darüber hinaus ist zu beachten, dass n.M. des Verfassers der hier dargestellte Ansatz mit den sog. ‚specific identification‘, d.h. den Einzel- bzw. Gruppen-Bewertungsvorschriften von IFRS und US-GAAP im Einklang steht.

Im Rahmen des der nächsten Beiträge wird der hier vorgestellte Bewertungsansatz für weitere Standardkostenabweichungsarten dargestellt.

Rücklieferungseinstandspreise & Abwertungen

14 Dienstag Feb 2017

Posted by Ludwig Reinhard in Lager

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Schlagwörter

Anpassung, Einstandspreis, Rücklieferungen

Vor kurzem fragte mich ein Kollege, wie man von Kunden zurückgelieferte Artikel abwerten könne. Da dieses Thema m.E. von allgemeiner Bedeutung ist, habe ich einige Fallstricke, auf dies es aus einer Kostenbewertungssicht zu achten gilt nachfolgend zusammengefasst.

 

Ausgangssituation:
Vor einiger Zeit wurden 1000 Stück eines Handelsgutes zu einem Preis von $100/Stück eingekauft. Wenig später wurden hiervon 100 Stück zu einem Preis von $200/Stück an einen Kunden weiterverkauft. Aufgrund eines Fehlers in der Bestellung sandte der Kunde anschließend wieder 20 Stück zurück, die abgewertet werden sollen, da diese verunreinigt waren.

Um die Rücklieferung des Kunden zu erfassen wurde zunächst wie im Standard von Dynamics AX/365 for Operations üblich eine Rücklieferung in der Rücklieferungsmaske angelegt. Da der ursprüngliche Auftrag nicht mehr bekannt war, wurde dieser über die Suchfunktion herausgesucht, um die 20 zurückgelieferten Güter entsprechend zu erfassen. Die folgenden beiden Screenshots zeigen dies im Detail auf.

204_0005

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Mit der Bestätigung der zurückgelieferten Menge wurde automatisch eine Rücklieferungszeile angelegt. Da diese mit dem ursprünglichen Auftrag verknüpft war, konnte der Rücklieferungseinstandspreis zwar betrachtet, nicht aber verändert werden.

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Nach der Buchung der Erfassung und des Lieferscheins wurde daher versucht den Rücklieferungseinstandspreis in der Auftrags-/Gutschriftsmaske unmittelbar zu überschreiben in der Hoffnung, dass der überschriebene Kostenpreis bei der Buchung der Gutschrift herangezogen wird.

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Diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht, da die Buchung der Gutschrift bzw. der zurückgelieferten Güter zum ursprünglichen Einstandspreis von $100/Stück bzw. $2000 für 20 Stück erfolgte. Der folgende Screenshot zeigt die zugehörige Artikelbuchung der Rücklieferung Nr. 000801 auf.

204_0025

warningsignklein Bitte beachten sie die Verknüpfung des ursprünglichen Verkaufsauftrages Nr. 000801 mit dem sog. Rücklieferungsauftrag Nr. 000800 über die Losgrößen (Lot Id) Nummern.

Da die Änderung des Rücklieferungseinstandspreises aufgrund der Verknüpfung zwischen dem ursprünglichen Auftrag und dem Rücklieferungsauftrag nicht zum gewünschten Erfolg führte, wurde als nächstes versucht über die Lagerregulierungs- und –abschlussmaske eine entsprechende Korrektur herbeizuführen.

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Leider führte dies auch nicht zum gewünschten Ergebnis, da lediglich die originäre Zugangsbuchung aus der Bestellung der Güter reguliert werden konnte.

204_0035

warningsignklein Nachdem ein Lagerabschluss durchgeführt wurde, bestand neben der Möglichkeit einer Einzelbuchungsanpassung auch eine Anpassung am gesamten Bestandswert vorzunehmen. Diese Vorgehensweise wurde allerdings verworfen, da lediglich eine Teilmenge (20 Stück), nicht aber der gesamte Bestand wertkorrigiert werden sollte.

 

Anstatt zu versuchen die Wertkorrektur im Nachhinein durchzuführen wurde testweise eine weitere Rücklieferung über 10 Stück erfasst, um diese eindeutig von der ersten Rücklieferung unterscheiden zu können.

Bei dieser zweiten Rücklieferung wurde die Rücklieferungsposition manuell angelegt ohne diese mit dem ursprünglichen Auftrag zu verknüpfen. Aufgrund dessen war es möglich den Rücklieferungseinstandspreis unmittelbar in der Rücklieferungsmaske anzupassen. Dieser angepasste Einstandspreis wurde schließlich auch für die Buchung der Rücklieferung herangezogen. Die beiden folgenden Screenshots zeigen dies im Detail auf.

204_0045 204_0050

warningsignklein Da keine Verknüpfung zum Ursprungsauftrag hergestellt wurde bestand im Falle der zweiten Rücklieferung auch die Möglichkeit die Rücklieferungstransaktion später bzw. nachträglich über die Lagerabschluss-/-regulierungsmaske zu korrigieren. Siehe hierzu beispielhaft den folgenden Bildschirmdruck.

204_0055

warningsignklein Eine weitere Alternative zur Durchführung der Abwertung der zurückgelieferten Güter besteht darin, über einen Belastungscode eine Abwertungsrückstellung auf Sachkontenebene durchzuführen. Der erforderliche Belastungscode kann hierbei entweder unmittelbar mit dem Rücklieferungsauftrag oder mit den verfügbaren Dispositionscodes verknüpft werden. Letzteres ist im folgenden Screenshot dargestellt.

204_0060

Ein wesentlicher Nachteil dieser Alternative besteht darin, dass die Abwertung lediglich auf Sachkontenebene erfolgt und identifiziert werden kann, da die Zuweisung artikelbezogener Belastungscodes aktuell nicht möglich ist.

 

Zusammenfassung:
Innerhalb dieses Beitrags wurden einige Fallstricke aufgezeigt, die es im Rahmen der Abwertung zurückgelieferter Güter beachten gilt. Ich hoffe sie fanden die hier aufgeführten Hinweise hilfreich und verbleibe bis zum nächsten Beitrag.

Parallele Abbildung des Gesamt- und Umsatzkostenverfahrens (5)

16 Samstag Jul 2016

Posted by Ludwig Reinhard in Anlagen, Debitoren, Hauptbuch, Kreditoren, Lager

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Buchungseinstellungen, GKV, Gliederung GuV, UKV

C.6. Verkauf Fertigerzeugnisse
Im letzten der im Rahmen dieser Beitragsreihe dargestellten Prozesse wird nun der produzierte Fertigartikel zum Preis von 1000 EUR / Stück über einen Kundenauftrag verkauft.
DE_91neu_0600

Zunächst wird hierbei die Auslieferung der Teile an den Kunden gebucht. Diese Lieferscheinbuchung löst die folgende Sachkontobuchung auf den Konten Nr. 13410 und 14400 aus.
DE_91neu_0605
Da es sich bei den beiden hier verwendeten Sachkonten um Bilanzkonten handelt, kommt es aufgrund dieser Buchung zu keinerlei Ergebniseffekt in der GuV und demzufolge zu keinerlei Unterschied zwischen dem GKV und UKV.

Nach Buchung des Lieferscheins wird schließlich die Kundenrechnung gebucht. Diese Buchung löst die folgenden Sachkontobewegungen aus (siehe den folgenden Screenshot).
DE_91neu_0610
Zur besseren Nachvollziehbarkeit und Erläuterung wurden die im Rahmen der Lieferschein- und Rechnungsbuchung durchgeführten Transaktionen nochmals in der folgenden Übersicht in buchhalterischer Form zusammengefasst.
DE_91neu_0615

  • Ähnlich wie in den vorherigen Kapiteln wurden Buchungen, die sich gegenseitig ausgleichen farblich grau hervorgehoben. Im Beispiel handelt es sich hierbei um die Lieferscheinbuchung, die mit der Rechnungsbuchung „storniert“ wird.
  • Bei den farblich grün hervorgehobenen Konten handelt es sich um Bilanzkonten, die zum einen die Forderung gegenüber dem Kunden auf dem Konto 14500 bzw. den Bestandsabgang auf dem Konto 13420 festhalten.
  • Die Umsatzerlösbuchung auf dem Sachkonto Nr. 40500 ist selbsterklärend; die Buchung auf dem Auftragsverbrauchskonto Nr. 50500 hingegen nicht. Beim letztgenannten Konto handelt es sich um ein Konto welches die Bestandsveränderungen i.S. des GKVs erfasst und dementsprechend unter den Bestandsveränderungen auszuweisen ist. Dem UKV entsprechend handelt es sich hierbei um das Konto welches die Umsatzkosten erfasst und dementsprechend im Bereich der Herstellkosten des Umsatzes auszuweisen ist.

Die folgenden Finanzdarstellungen stellen die sich aus dem Verkaufsprozess ergebenden Veränderungen in der Bilanz und GuV nochmals übersichtlich und vergleichend zusammen.
DE_91neu_0620

 

D. Zusammenfassung
Anhand der im Rahmen dieser Beitragsreihe dargestellten Buchungen wurde aufgezeigt, dass die parallele Abbildung des Gesamt- und Umsatzkostenverfahrens in Dynamics AX bei einer entsprechenden Systemparametrisierung möglich ist.
Auch für den Fall das mit Standardkosten, laufenden Durchschnittspreisen und/oder Gemeinkostenzuschlägen gearbeitet wird – auf die im Rahmen dieser Beitragsreihe aus Platz- und Darstellungsgründen nicht näher eingegangen wurde – gilt, dass eine parallele Darstellung des GKVs und UKVs über eine analoge Anwendung und Erweiterung der hier vorgestellten Prinzipien möglich ist.
Entscheidend für eine erfolgreiche parallele Implementierung beider Verfahren ist eine entsprechende Konzeptionierung und Strukturierung des Kontenplans sowie der zugehörigen Finanzdimensionspläne, wie bspw. des Kostenstellenplans.
Speziell für Unternehmen die primär nach dem GKV bilanzieren empfiehlt sich eine parallele Anwendung des UKVs, da die hiermit verbundenen Vorteile – insbesondere im Hinblick auf produktbezogene Auswertungen & Analysen – die Nachteile, die sich aus einer aufwendigeren Systemeinrichtung ergeben, überwiegen.

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